Landtagsabgeordnete Kathrin Anders besucht Tagespflege in Bad Vilbel
Die aktuellen Diskussionen über steigende Sozialversicherungsbeiträge, hohe Zuzahlungspflichten für Pflegebedürftige und fehlende stationäre Plätze nahmen die Grünen Bad Vilbel zum Anlass, um ein besonderes Konzept in Bad Vilbel zu besuchen. Die Räumlichkeiten des Frankfurter Verbands im Quellenhof verbinden eigenständiges Wohnen in eigenen vier Wänden mit einer professionellen Rundumversorgung. Auch bei steigendem Pflegebedarf können die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Appartement bleiben. Die angeschlossene Tagespflege des Frankfurter Verbands stellt eine wohnortnahe und selbstbestimmte Alternative zum klassischen Pflegeheim dar.
Im Gespräch mit der Einrichtungsleitung informierten sich Kathrin Anders als pflegepolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion gemeinsam mit Isil Yönter und Andreas Lohbeck über das innovative Pflege- und Betreuungskonzept sowie die aktuellen Herausforderungen. Das besondere Modell ermöglicht es, ambulante Pflege, Tagespflege, Notrufsysteme und weitere Unterstützungsangebote passgenau miteinander zu kombinieren. Ziel ist es, Sicherheit und Pflege zu gewährleisten, ohne den persönlichen Lebensstil einzuschränken. Gleichzeitig bietet dieses System auch bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten, da der Schichtdienst wegfällt.
„Ein würdevolles Leben im Alter bedeutet vor allem, selbst entscheiden zu können, wie und wo man lebt“, betonte Kathrin Anders. „Das Konzept des Frankfurter Verbands zeigt eindrucksvoll, dass professionelle Pflege und selbstbestimmtes Wohnen kein Widerspruch sein müssen. Solche Modelle brauchen wir häufiger, um den unterschiedlichen Lebenslagen älterer Menschen gerecht zu werden.“
Der Frankfurter Verband bietet neben Pflegeangeboten auch vielfältige Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten an. Diese stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern unabhängig vom Pflegegrad offen und fördern soziale Teilhabe sowie Lebensqualität. „Unser Konzept ist nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner sehr komfortabel, sondern vor allem auch bezahlbar. Unsere Apartments vermieten wir für 350-600 € und die angeschlossene Tagespflege ist deutlich günstiger als die Pauschale in einem stationären Heim,“ so die Einrichtungsleitung vor Ort.
Auch Isil Yönter hob die Bedeutung solcher Angebote hervor: „Überall fehlen Tagespflegeplätze, ein Ausbau dieses Modells bietet eine gute Alternative zu Pflegeheimen.“ Andreas Lohbeck ergänzte, dass viele der Bewohnerinnen und Bewohner so in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und im Quartier aktiv bleiben.
Der Besuch machte deutlich: Es braucht mehr Angebote mit dem klaren Ziel ein Leben in der eigenen Wohnung so lange wie möglich zu ermöglichen.